Jahresrückblick der WaveSurfer
Die WaveSurfer AG geht ins 8. Jahr ihres Bestehens. Einige ehemalige Teilnehmer sind mittlerweile sogar schon mit ihrem Bachelorstudium fertig. Der Kontakt ist trotzdem nicht verloren gegangen und hat sich ausgezahlt: Ein Arbeitszeiterfassungssystem unseres Unterstützers WIR electronic GmbH wurde in diesem Jahr durch eine Softwareplattform unseres ehemaligen Teilnehmers Tom Tröger erweitert. Das System wird im kommenden Jahr in die Testphase an der Schule gehen.
Es kann jedoch nicht nur Erfolge geben. Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass unsere Teilnahme am Europäischen Tag der Schulfunkstationen aufgrund technischer und organisatorischer Hürden scheiterte. Nichts Ungewöhnliches bei der Vielzahl an Aktivitäten, aber dennoch ein Ansporn, die Anlage besser in den Griff zu bekommen. Das Lehngericht Augustusburg lud unseren AG Leiter zum Vortrag „Fail Forward“ ein. Dort wurden mal ausnahmsweise nicht Erfolge, sondern Misserfolge präsentiert. Ein spannendes Format. Wir
Unterstützung seitens eines interessierten Amateurfunkers würde uns enorm helfen.
Im Sommer konnten wir unsere Freunde vom Gymnasium Nova Gorica begrüßen. Vier Tage konnten wir gemeinsam mit ihnen verbringen. Im Anschluss präsentierte sich die Arbeitsgemeinschaft erneut erfolgreich bei den Makers United in Chemnitz. Das Ergebnis: Wir wurden im Herbst natürlich wieder nach Slowenien eingeladen. Diese Partnerschaft steht inzwischen auf einer so stabilen Grundlage, dass wir davon ausgehen können, dass sie auch über das Ende des Kulturhauptstadtjahres hinaus bestehen wird. Die kontinuierliche Kontaktarbeit zur Schule sowie zu den Firmen in der näheren Umgebung in den letzten drei Jahren bildete hierfür die Grundlage.
Besonders freuen wir uns über den Kontakt zur Firma Instrumentation Technologies. Für sie hatten wir das Modell eines Teilchenbeschleunigers entwickelt. Als Dankeschön für die geleistete Arbeit kam im Spätherbst ein Päckchen bei uns an. Es enthielt einen Red Pitaya – ein erstaunlich kleines Messsystem, das wir in der AG sehr gut gebrauchen können.
Aktivitäten innerhalb der AG
Auch innerhalb der AG gibt es einiges zu berichten. Nach einer Art Generationswechsel haben wir mittlerweile wieder vier feste Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Interessen und Zielen.
Felix Meinhard beschäftigt sich mit der Entwicklung von Mikrocontroller-Steuerungen mit ESP32 und Arduino. Kürzlich ist ein Stand-alone-GPS-Empfänger entstanden, der zahlreiche Informationen anzeigt, die im NMEA-Format von den Satelliten bereitgestellt werden. Die Daten werden auf einem Display dargestellt und können über eine integrierte Touch-Funktion bedient werden.
Da sich Felix mittlerweile in die Programmierung von Touch- Oberflächen sehr gut eingearbeitet hat soll als nächstes ein Handheld – EKG folgen.
Marcello Brignoccoli wiederum arbeitet an einem Ultraschallsystem, mit dem sich kleine Materialproben zum Schweben bringen lassen. Im kommenden Jahr ist geplant, dieses System so umzubauen, dass damit Experimente zur Single-Bubble-Sonolumineszenz möglich werden. Die Idee ist, in einer Probenflüssigkeit mit einem starken Ultraschallgenerator Kavitationsblasen entstehen zu lassen. Diese erzeugen eine Leuchterscheinung, über deren Entstehung bislang nur wenig bekannt ist – vielleicht ein Thema für eine größere Arbeit.
Louis Heinig wird sein Praktikum bei der WIR electronic GmbH absolvieren. Gleichzeitig arbeitet er an einer Rundstrickmaschine. Die dafür benötigten Teile haben wir mit dem 3D-Drucker hergestellt. Hier klemmt es – im wahrsten Sinne des Wortes – allerdings noch ein wenig. Wir stehen jedoch bereits mit der Firma IHLE in Kontakt, einem Hersteller von Rundstrickwaren und ausgewiesenen Profis im Umgang mit diesen Maschinen.
Carlos Pfeil arbeitet an der Weiterentwicklung seines Flugzeug-Cockpit-Simulators. Dabei geht es nicht nur darum, einen Flugsimulator am Bildschirm zu bedienen – dazu gehören selbstverständlich auch die echten Bedienelemente, wie sie ein Pilot eines Verkehrsflugzeugs vorfinden würde. Auch hier leistet der 3D-Drucker wertvolle Unterstützung. Manche Komponenten erfordern jedoch die Hilfe externer Firmen. Als beispielsweise ein kleiner Belegdrucker für einen der Simulatoreinbauten benötigt wurde, half die GEDAT Datentechnik GmbH aus Hohenstein freundlicherweise aus.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützern, die unsere Ideen fördern und uns dabei helfen, Kindern technische Kompetenzen näherzubringen.










